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Der erste Schritt

Zuhause angekommen, war mir gleich klar. Ich brauche Hilfe. Wo soll das alles nur enden. Also entschloss ich , mit Unterstützung meiner Mutter , zu einem Psychiaterin zu gehen. Es fiel mir überhaupt nicht leicht mit der Ärztin darüber zu sprechen, bzw überhaupt irgendwas aus meinem Mund zu bekommen. Sie ließ mir ein paar Minuten Zeit und sagte, wenn sie wiederkomme und ich immer noch nichts sage, würde sie mich direkt ins Krankenhaus einweisen. Noch an diesem Abend.
Mir wurde Himmelangst , also erzählte ich alles. Sie wies mich daraufhin direkt in eine Tagesklinik ein. Ich war erst überhaupt nicht begeistert.

Nun war der Termin also gekommen und wir fuhren in die Tagesklinik. Es dauerte garnicht lange und ich war froh da gelandet zu sein. Ich fühlte mich gut. Auch wenn es eine unglaublich anstrengende Zeit werden sollte. Meine Mitpatienten waren unglaublich nett und offen. Und ruckzuck hatte ich viele neue Bekanntschaften gemacht , ohne Probleme.
Diagnose : Soziale Phobie, emotionale Störungen, Depressionen

Nun standen also 5 Tage die Woche viele Stunden in der Klinik an. Verhaltenstherapien, Ergotherapie, Einzelgespräche mit dem zuständigen Therapeuten (ich hatte kein großes Glück -.-) , Sport , Autogenes Training, Ausflüge,Spaziergänge usw.
Ich muss sagen das war meine beste Zeit die ich bis dahin je gehabt habe.
Das war also mein erster Aufenthalt . ca. 3 Monate lang.
Dann kamen die Weihnachtsfeiertage und Silvester. Nicht mehr jeden früh in die Klinik fahren. Sich geborgen und geschützt fühlen.
Der Aufenthalt hatte mich sehr weiter gebracht und ich fühlte mich auch besser. Aber doch noch nicht gut genug um bereit “für die Welt da draussen” zu sein.
Also im Januar gleich wieder zur Ärztin und sie hat es möglich gemacht dass ich gleich am selben Tag wieder aufgenommen wurde.
Also arbeitete ich weiter kräftig an mir selbst. Als ich dann 18 wurde, wurde ich gleich auf Medikamente eingestellt. Venlafaxin wenn ich mich recht erinnere. Nach ein paar Wochen endete also auch mein zweiter Aufenthalt.
Wie lange genau ich dann zuhause war, weiß ich nicht so genau. Jedenfalls irgendwann im Sommer begann dann mein Aufenthalt Nummer 3. Endlich hatte ich da auch einen weitaus besseren Therapeuten und noch viel bessere Mitpatienten. Mit denen ich teilweise noch heute Kontakt halte. Ja, ich begann endlich mich wieder richtig gut zu fühlen. Ich wurde offener und redseliger. Es war insgesamt das beste was mir passieren konnte. Ich hatte wieder Kraft, Kraft zu leben und zu lieben.

 

 

29.7.14 21:21

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Manfred / Website (29.7.14 21:29)
Hoffe, dass lesen viele Mitmenschen!! So ein Text und so eine Erfahrung macht doch Mut.
Ich finde es toll, das du das Gute siehst und soviel Kraft aus diesem Lebensabschnitt ziehen kannst.
Sei stolz auf dich!
Schön, das es dich gibt!
Weiter so!
LG

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