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wie alles so begann…

Wahscheinlich begann alles schön früher. In der Schulzeit.So ca. ab der 8. Klasse. Ich verliebte mich in einem scheinbar falschen Jungen. Er konnte mich überhaupt nicht leiden, war wohl hässlich, nicht aufgedonnert, und freizügig genug. Das entnehme ich jetzt einfach mal seinen Freundinnen, die ich gesehen oder gekannt habe.
Er erzählte es jedem weiter, dass ich einen derbe peinlichen (aus meiner Sicht heute) an ihn geschrieben habe. Und schon war ich das Gespött der Schule. Ich dachte noch es vergeht wieder,mit der Zeit. Falsch gedacht. Es wurde immer immer schlimmer. Es wurde immer wieder etwas neues gefunden was so lustig an mir war. Freunde wendeten sich immer mehr ab. Alle spotteten über mich. Ich wehrte mich nicht. Perfektes Opfer. Ich begann die Schule zu schwänzen für ein paar Tage. Den Sportunterricht SOWIESO. Ich war nicht mega unsportlich, aber trotzdem haben sie immer irgendwas gefunden. Ich hatte überhaupt niemanden mehr in der Schule. Außerhalb der Schule hatte ich nach und nach mehrere Partner, Männerbekanntschaften. Es tat unglaublich gut , Anerkennung und Interesse zu bekommen.
Ich begann mich zu ritzen. Sogar manchmal WÄHREND des Unterrichts. Niemand hat mich je darauf angesprochen. Weder Mitschüler, noch Lehrer.
Es war mir ein Fest als ich endlich die Schule verlassen konnte, auch noch mit einem relativ gutem Realschulabschluss. Ich hatte die Hoffnung das der ganze Horror nun endlich ein Ende hat. Und ich all meine Mitschüler nie mehr sehen musste. Bis heute war ich auch noch auf keinem Klassentreffen und werde es wohl auch nie!

Nun also begann ich meine Lehre. Während des Theorieunterrichtes musste ich gezwungenermaßen in einem Wohnheim bleiben. Mit 6 anderen Azubis. Sie waren wirklich nett. Und die Lehre hat mir wirklich gefallen und mich interessiert. Aber es dauerte garnicht lange undmich holte die Vergangenheit wieder ein. Es bildeten sich Grüppchen, neue Freundschaften…und ich?! Ich war allein. Aber wahrscheinlich war ich nur so allein weil ich alles aus der Schulzeit noch in meinem Kopf hatte.      Zwei redeten etwas leiser miteinander , ich dachte sie lästern über mich und so weiter. So entwickelte sich das , dass ich dachte wieder können mich alle nicht leiden. Was bestimmt , denke ich im Nachhinein, garnicht der fall war. Denn alle kamen aus einer ganz anderen Gegend und kannten mich ja nun garnicht. Ich fühlte mich so schrecklich, dass ich die Lehre abbrechen musste. Ich bereue es heute sehr.

Nach ca einem Jahr Ärger mit meinen Eltern und mir selbst , entschloss ich mich für einen neuen Versuch. Also beworb ich mich um einen FSJ Platz.  Diesen bekam ich auch. In der nächstgelegenen Stadt , und zog auch dahin ; in eine WG ; weil es einfach zu umständlich gewesen wäre nachhause zu fahren jeden Tag. Das Arbeitsklima war rau, und mir machte die Arbeit von Anfang an auch überhaupt keinen Spass. Aber ich wollte es mir und anderen doch unbedingt beweisen, dass ich auch etwas schaffen kann.
Fehlanzeige ! Nur einen Monat arbeite ich dort.
Dann bin ich für 7 Tage einfach abgehauen. Keiner wusste wo ich bin. Ich selbst auch erst nicht. Ich setze mich einfach blind in einen Zug und bin drauflosgefahren.

Nebenher hatte ich wie gesagt einige Männerbekanntschaften aus Chats etc. Die mir einfach das gaben, was ich sonst nirgends bekam.
Darunter auch ein Mann, mit dem ich schon einige Monate schrieb. Also kam mir dieser Gedanken einfach zu ihm zu fahren.      Als  ich ihm dies mitteilte begann er erstmal reinen Tisch zu machen.
Ich war damals 17 . Er sagte er sei 26.
Nun aber in Wirklichkeit war er Mitte 30 und hatte eine Tochter.
Was blieb mir denn aber schon übrig? Nun war ich mit dem Zug unterwegs. Wohlgemerkt auch das allererste Mal!
Etwa 500 Kilometer.
Schreckliche Angst hatte ich.
Irgendwann mitten in der Nacht kam ich an. Also verbrachte ich nun mehrere Tagen bei ihm. Und Sex wollte er auch, ich habe mich geekelt. Aber zu desem  Zeitpunkt war mir einfach alles egal.Da hatte ich keine angst mehr. Jedoch wenn ich heute daran zurück denke, was mir hätte alles passieren können….unvorstellbar heute für mich.
Meine Eltern waren in großer Angst , kurz davor die Polizei einzuschalten. Ich meldete mich bei ihnen und sagte ich sei in den nächsten Tagen zurück.
Je näher ich meinem Zuhause kam umso bewusster wurde mir was ich eigentlich getan hatte. Ich hatte Angst was als nächstes passieren sollte mit mir. Ich erkannte mich selbst nicht wieder.
Diesen Mann hab ich seitdem nie mehr gesehen, geschrieben oder sonst irgendwas. Und nie habe ich mit meinen Eltern darüber gesprochen.

29.7.14 21:18

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